2016

Ernstfall auf dem Rhein geprobt

Meerbusch, den 12.09.2016

 

Zu einer gemeinsamen Übung am Rheinufer trafen sich am Montagabend die Einheiten Büderich, Lank-Latum, Langst-Kierst und Nierst sowie die Führung der Feuerwehr Meerbusch, um das gemeinsame Vorgehen bei einer Personensuche im Rhein zu üben. Bei dem von Klaus Kupp ausgearbeiteten Szenario wurde davon ausgegangen, dass eine Gruppe von 15 Jugendlichen zeitgleich von der Flughafenbrücke ins Wasser gesprungen sind und im Rhein treiben. Die "Personen" wurden dabei von kleinen Bojen dargestellt, deren Größe recht genau der eines menschlichen Kopfes betrug, was ja naturgemäß von einem Mensch eben nur zu sehen ist, wenn er im Wasser treibt. Gemäß dem Einsatzkonzept des Rhein-Kreises Neuss besteht die Aufgabe der Feuerwehr Meerbusch im Einsatzfall einerseits darin, das Rheinufer im gesamten Stadtgebiet an festgelegten Punkten mit Fahrzeugen anzufahren, die Wasseroberfläche abzusuchen, bei Sichtungen diese zu melden und ggf. weitere Rettungsmittel, z.B. Rettungsboote oder Hubschrauber heranzuführen. Darüber hinaus kommt das feuerwehreigene Mehrzweckboot "Franziska" auf dem Wasser zum Einsatz, um Personen zu retten.

Übungsleiter Klaus Kupp zeigte sich mit dem Übungsverlauf zufrieden, die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten mit der Einsatzleitung funktionierte sehr gut, bereits kurz nach der "Alarmierung" waren alle Aussichtsposten besetzt und die Position der Bojen konnte lückenlos verfolgt und über Funk oder Telefon weitergegeben werden. Darüber hinaus konnten für den Einsatz wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, z.B. wie schnell ein Körper im Wasser treibt und an welcher Stelle des Flusses ein Körper in welche Richtung getrieben wird. Das Mehrzweckboot "Franziska" unterstützte dabei von der Wasserseite und nahm nach Abschluss der Übung die Bojen wieder an Bord.