2016

Löschzug Lank übt den Strahlenschutzeinsatz

Lank, den 18.07.2016

Am vergangenen Montag den 18. Juli 2016 führte der Löschzug Lank-Latum eine Strahlenschutzübung, der sogenannte A(Atomar)-Einsatz auf dem Parkplatz der Theodor-Mostertz-Sportanlage in Meerbusch Lank-Latum durch.


Gegen 19 Uhr war Übungsbeginn und die ersten Kräfte wurden telefonisch über einen Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsstoffen auf dem dortigen Parkplatz informiert. Kurze Zeit später traf das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle ein und der Gruppenführer erkundete die Einsatzstelle. Daraufhin musste der Gruppenführer feststellen, dass es sich nicht nur um auslaufende Betriebsstoffe handelte, sondern auch um zwei Pakete mit einem Radioaktivitätszeichen beklebt war.


Schnell wurde klar, dass die eigenen Mittel nicht ausreichen würden und forderte fachkundiges Personal und Material für einen A-Einsatz nach. Umgehend wurde der ABC Erkunder der Feuerwehr Kaarst und der Dekon-P des Löschzugs Strümp nachalarmiert. In der Zwischenzeit hat der Löschzug Lank gemäß der G-A-M-S Regel die Einsatzstelle soweit möglich abgearbeitet und weiträumig abgesperrt.


Als die Kameraden der Feuerwehr Kaarst eintrafen wurde die Übung kurz unterbrochen und der weitere Übungsverlauf besprochen.


Der Angriffstrupp und Wassertrupp wurden mit einem Kontaminationsschutzanzug und Umluft unabhängigen Atemschutz ausgerüstet. Zudem erhielten die Trupps noch Messgeräte die mit dem sie den Gefahrenbereich markierten und nochmals absperrten. Der Angriffstrupp ging mit dem Teletektor zum verunfallten Päckchen vor, stellte aber kein Austritt von Radioaktivität fest. Nach Sicherstellen des Päckchens in einen dafür vorgesehenen Behälter konnte der Angriffstrupp den Gefahrenbereich über den Dekontaminationsplatz verlassen. Der Dekontaminationsplatz wurde durch die Kameraden des Löschzugs Strümp aufgebaut und betrieben. Es gibt einen roten Bereich in dem alle evtl. kontaminierte Gerätschaften abgelegt werden, dann einen gelben Bereich in dem ein weiterer Trupp mit einem Kontaminationsnachweisgerät die Kontaminationsfreiheit feststellt und einen grünen Bereich in dem der Trupp frische Kleidung erhält.


Nachdem der Angriffstrupp freigemessen wurde endete die Übung. Eine Erkenntnis dieser Übung ist, dass die Zusammenarbeit auch über die Stadtgrenzen hinaus einwandfrei funktioniert.

 

Der Löschzug Lank-Latum sowie die beiden Organisatoren der Übung Dr. Andreas Drexler und Felix Richter möchten sich rechtherzlich bei der Feuerwehr Kaarst und dem Löschzug Strümp für die Unterstützung bei der Übung bedanken und hoffen, dass man sich zeitnah mal wieder trifft, hoffentlich aber nicht bei einem derartigen Einsatz wie er heute geübt wurde.

 

 

Bericht und Bilder von Felix Richter LZ Lank